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Trotz der markanten Staffelgiebel scheint die St. Katharinenkirche, die Pfarrkirche der Neustadt, auf den ersten Blick eine große Ähnlichkeit mit der Marienkirche in der Altstadt zu haben und wurde vermutlich in Konkurrenz zu ihr gebaut.
Der erste Bau, eine spätromanische Basilika, stammt aus der Zeit kurz nach der Stadtgründung im Jahr 1247. Im Unterschied zu vielen anderen Kirchen dieser Zeit wurde sie nicht als Klosterkirche errichtet.
Ihre heutige gotische Gestalt erhielt sie im 14. und 15. Jahrhundert. Wie bei der Mönchskirche ist auch der Turm ins Innere gerückt und nur der nur der wuchtige Turmsockel erzählt noch von dem Leben in der Zeit der Romanik.
Aber die hohen freien gotischen Kirchenräume laden auch heute noch zu meditativem Verweilen ein und sooft ich die Kirche besuchte, konnte ich mich an interessanten Ausstellungen erfreuen.
 Wenn die Welt erlöst werden soll, müssen die Menschen edel sein, ohne Grausamkeit, voller Glauben und für die Wahrheit empfänglich, Begeisterung für große Ziele fühlen, ohne die zu hassen, die ihnen darin Widerstand leisten.
(Bertrand Russell)
Mein besonderes Interesse hat der Einhornaltar geweckt, denn solch einen mystischen Altar habe ich in der Altmark noch nicht vorgefunden, daher möchte ich Ihnen gerne etwas mehr darüber mitteilen:
Der Einhornaltar, aus dem Jahr 1474, stammt ursprünglich aus der Klosterkirche Dambeck (Amt). Der Schnitzaltar erzählt eine farbenfrohe Allegorie der Empfängnis Christi. Das Einhorn, dessen Legende wir in vielen Märchen und Volksliedern wiederfinden, hat angeblich großes Vertrauen zu Jungfrauen und kann daher nur von ihnen gezähmt werden. So ist es nicht verwunderlich, dass diese beliebte volkstümliche Legende der mystischen Einhornjagd auch in die christliche Darstellungsweise der berühmtesten aller Jungfrauen Einzug hielt. [mehr]
An dem ersten Pfeiler der Südseite finden Sie auch eine neuzeitliche Sonnenuhr aus Holz.
Nun, viel mehr möchte ich zur St. Katharinenkirche nicht schreiben, da ihre Gemeinde selbst eine sehr schöne Internetseite (und man horche: mit herrlicher Orgelmusik) ins Netz gestellt hat. » www.katharinenkirche-salzwedel.de
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