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...mit aller tobehorige hogest und sidest geistlick und wertlick, darto de mollen...
Die erste Nennung von Mühlen im Dorf erfolgte in einem Lehnsbrief am 11.01.1472. Kurfürst Allrecht Achilles von Brandenburg belehnte den Werner und Gebhard von Alvensleben auf Gardelegen mit dem Dorf Wiepke.
In Wiepke ist nur eine der ehemals 3 Wassermühlen an dem durch das Dorf fliessenden Bach erhalten geblieben. Sicher nachzuweisen ist die bis heute bestehende Wassermühle am oberen Bachlauf seit 1693.
Auch der Name der einstigen Eigentümer und seiner Frau sind in schöner Schrift am Einlaufbauwerk des Sandsteingerinnes eingemeisselt zu finden. Meister Gercke war zu damaliger Zeit Kirchenältester und hatte mit seiner Frau Anna acht Kinder.
Der letzte Müller Richard Reichwald ging Anfang der sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderte in den Ruhestand und die Stilllegung der Wassermühle war nicht aufzuhalten. Nach dem Tod der Müllersleute drohten der Mühle Verfall und Abriss.
1986 kaufte Friedrich-Wilhelm Gille, der heutige Eigentümer, das Mühlengrundstück mit dem Ziel, ein altes technisches Denkmal zu erhalten bzw. wieder herzustellen und hier mit seiner Familie zu wohnen. Die Rekonstruktionsarbeiten des gesamten Grundstückes begannen 1987 mit den für die DDR-Wirtschaft typischen Problemen: kein Material, keine Handwerker. Mit viel Enthusiasmus wurden mit Familienangehörigen Freunden und Bekannten Baumaterialien aus abbruchreifen Gebäuden geborgen und aufgearbeitet. Erst später sollte sich erweisen, dass die Arbeiten auch aus der Not heraus denkmalgerecht erfolgten und zwangsläufig alte Handwerkstechniken erlernt und ausgeführt wurden.
Seit 1997 treibt die Wiepker Beeke wieder einen Schrotgang an, mit dem der Mahlprozess den interessierten Besuchern (Schulklassen, Radwanderer, Mühlenfreunde und alle die sich für das Leben auf dem Lande in der Zeit der U-Grosseltern interessieren) demonstriert werden kann.
Nach dem kleinen geschichtlichen Abriss, wollen wir denn aber endlich mal einen Blick auf das technische Wunderwerk im Innern der Mühle werfen.
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